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Bild-Kommentare von Helmut Seger



. Berna CT1D/Postauto Schweiz, Bj 1959, 6 Zyl, 125 PS, 10,7 ccm, 31 Sitzplätze,aufgenommen am 26.08.2016 in Pertisau. (zum Bild)

Helmut Seger 3.9.2016 14:06
Schönes Bild eines schicken Oldtimers.
Ist der Rechtslenker bei den modernen (Berg-)Bussen eigentlich immer noch üblich?
Gruß
Helmut

André Breutel 4.9.2016 21:09
Hallo Helmut,
die Zeiten der rechtsgelenkten Bergbusse auf den Bergpoststraßen sind endgültig vorbei. Selbst auf der steilsten Bergpoststraße, mit den engsten Kehren sitzt der Chauffeur im Mercedes 818 links. Auf der Bergpoststraße, die an der steilsten Wand, am 300 m senkrechten Abgrund entlang führt, sitzt der Chauffeur im Volvo, Irisbus oder Setra links. Hier wäre es auch egal wo er sitzt. Denn die Straße ist kaum breiter als der Bus und je nach Fahrtrichtung sitzt er einmal am Abgrund oder am Felsen;-) Es gibt noch eine ganz kleine Anzahl von Spezialanfertigungen, aber auch hier sitzt der Chauffeur links. Es geht hier mehr darum, daß sie durch mittelalterliche Torbögen, wie der Pfarrkirche San Giorgio von Carona, passen.
Die Idee der schweizer Fahrzeugbauer die Busse und Lastwagen in den Bergregion als Rechtslenker zu bauen war damals nicht schlecht. Aber heute sehe ich auch keinen Sinn mehr. Mit allen technischen Entwicklungen des Fahrzeugbaus ausgestattet führt ein guter Chauffeur sein Fahrzeug sicher an allen Hindernissen und Engpässen vorbei. Sollte es einmal richtig heikel werden, steuert er sein Fahrzeug links an die Seite und lässt den Gegenverkehr "englisch" passieren.
Viel schlimmer sehe ich es, daß viele ausländische Autofahrer die Bedeutung der Bergpoststraße und die Verkehrszeichen 4.05 und 4.06 nicht kennen oder ignorieren. Seien es ausländische Touristen oder in der Schweiz lebende Leute, die ihren Fahrausweis in ihren alten Heimatländern gemacht haben. So werden auch Sondertafeln ignoriert, die besagen, daß der folgender Straßenabschnitt in den 10 oder 15 Minuten der Passage des Postautos nicht befahren werden soll. Hier entsteht dann teilweise ein Chaos, da die PKW-Fahrer total überfordert sind, wenn an einer Engstelle mit Steilkannte oder im einpurigen Tunnel das Postauto vor ihnen steht. Das Bild von rechtsgelenkten Bergbussen ist heute nur noch durch Oldtimerliebhaber, die solche schöne Fahrzeuge, wie diesen hier, den der Hans super eingefangen hat, ermöglicht. Ein sehr schönes Bild von einem sehr schönen Berna.
Auf jeden Fall wird sicher jeder Postautochauffeur, der heute über eine Bergposststraße oder über einen der vielen Pässe fährt einen riesen Respekt vor seinen Vorgängern haben, die damals noch mit den Saurer, Berna oder FBW ohne Servo und Turbo aber dafür mit unsynchronisiertem Getriebe mit Gangknüppel und zwischen kuppeln diese schwer befahrbaren Routen fuhren.
Viele Grüße aus Fribourg
André

De Rond Hans und Jeanny 5.9.2016 14:40
Hallo Helmut, hallo André,

es freut mich sehr das dieses Bild Euch gefällt.
Bei meinem Aufenthalt in Österreich war dies der einzige Rechtslenker Bus dem ich begegnet bin.
@André, danke auch für die Ausführlichen Erklärungen.

Den Steyer Oldtimerbus den ich eingestellt hatte, (http://www.bus-bild.de/bild/Bustypen~Historische+Busse~Steyr/141761/-steyr-380q-bj-1956-dieselmotor.html) war auch ein Linkslenker, bei diesen Oldtimern braucht der Fahrer noch richtig Kraft zum Lenken ohne Servo Unterstüzung.
MfG
Hans

Sandro Flückiger 8.9.2016 13:06
Hallo zusammen,

Ein wichtiger Grund für den Einbau der Lenkräder auf der rechten Seite zu dieser Zeit war, dass der Fahrer so den Strassenrand besser sehen konnte. Dies war damals noch um einiges wichtiger als heute, nicht nur waren die Spiegel kleiner als heute (auf dem Bild sind nicht die Originalen) und somit die "Ortung" des Fahrzeugs schwieriger, sondern auch die Strassenbefestigung war ein anderes Kaliber. Ganz ursprünglich waren viele Strassen noch nicht einmal asphaltiert und die Stützmauern hielten keine grossen Gewichte aus. Entsprechend wurde zwischen 1922 und 1953 auf vielen Bergpoststrassen bergseitig gekreuzt - sprich das Postauto blieb immer auf der bergseitigen Strassenseite. Der Ausbau der Strassen machte diese Praxis schliesslich überflüssig, die Lenkrad-Anordnung blieb aber vorerst wie bei diesem Alpenwagen III rechts, Leitplanken waren schliesslich noch nicht Standard. Bereits den Alpenwagen IV (Frontlenker) gab es dann in den 1950ern als Links- und Rechtslenker, je nach Einsatzgebiet. Was bei den Bussen Geschichte ist gibts übrigens im Kommunalbereich teilweise noch: Müllwagen und Kehrmaschinen sind teilweise bis heute Rechtslenker.

Dieser Indcar Mago 2 wird in Bergen (Norwegen) als Airport Expressbuss eingesetzt. 27.09.2012 (zum Bild)

Martin Hertzberg 14.10.2012 12:00
Hallo Helmut, das ist ein spanischer Indcar Mago 2. Gruß Martin

Helmut Seger 14.10.2012 15:29
Danke für den Hinweis, Martin. Ich hab's in die Bildbeschreibung eingearbeitet.
Gruß
Helmut

Der Flughafenbus der Stadtwerke Osnabrück am 13.04.2007 vor dem Flughafen Münster Osnabrück. (zum Bild)

Nahverkehr Osnabrück 27.6.2012 8:52
Das Fahrzeug gehört nicht den Stadtwerken Osnabrück.
Es fährt im Auftrag dieser durch den Subunternehmer Sörensen Charter Tours (aus Lotte, Steinfurt).

Helmut Seger 27.6.2012 15:29
Danke für die ergänzende Info, Mathias.
Aber wem die Fahrzeuge gehören - ob den Stadtwerken selbst, einer Bank, einer Leasinggesellschaft oder einem Vermieter oder Subunternehmer - kann man kaum herausfinden. Ist in meinen Augen auch nicht so interessant. Es handelt sich jedenfalls um eine Buslinie, die von den Stadtwerken Osnabrück betrieben wird und deren Namen für alle sichtbar am Bus prangt.
Gruß Helmut

Sebastian 27.6.2012 20:08
Man kann es herausfinden Helmut. Es muss immer der Betrieb an dem Fahrzeug ausgewiesen sein. Mit vollständiger Anschrift. Ausnahmen haben die öffentlichen Betrieb, hier reicht das Firmenlogo. Aber ich gehe konform mit dir Helmut. Man braucht es nicht wirklich im Detail zu wissen.
Lg
Olli

Nantes. Ein Gelenkbus auf der Linie 4 (Foch Cathédrale - Porte de Vertou) der Transports de l'agglomération nantaise (TAN) am Place de la Duchesse Anne. 07.11.2011 (zum Bild)

Sebastian 7.11.2011 20:50
Hallo Helmut,

dieser ist ein Mercedes Benz O530 G II in der Erdgasvariante. 20 Wagen dieses Typs hat man seinezeit in Nantes angeschafft und alle fahren auf einer separaten Spur. Ausserdem haben sie ein ganz tolles Design. (Verkleidung über den Dachrand hinaus und verklei­dete Radläufe an den Hinterachsen. Spots auf Diodenbasis trennen den Innenraum farblich in zwei Bereiche. Deckenfluter an Fenster­säulen, eine Mitteldecke in Ahornholz, Haltestangen aus geschliffe­nem Edelstahl)


Lg
Olli

Helmut Seger 7.11.2011 22:53
Hallo Olli,
vielen Dank für die zusätzlichen Infos zum Bus.
Ich hatte ohnehin den Eindruck, dass in Nantes großer Wert auf einen gut funktionierenden ÖPNV gelegt wird. Busse und Bahnen waren allesamt vom Feinsten und fuhren recht häufig, soweit ich das nach meinem nur mehrstündigen Aufenthalt beurteilen kann.
Viele Grüße
Helmut

Sebastian 9.11.2011 18:52
Hallo Helmut,

hab noch etwas über das Bild beziehungsweise des Wagens gefunden.

Neben den bestehenden 3 Tramlinien wurde die "Linie 4" 2006 eröffnet, allerdings handelt es sich dabei nur um eine Bus-Eigentrasse. Man erwartete mit 25000 Fahrgästen pro Tag nicht genug Frequenz für eine dreimal so teure Straßenbahn, stattete die Trasse aber mit allen Merkmalen einer richtigen Tram aus (Stationen, Ampelbevorrangung etc.).
Daher auch der Name auf den Wagen Bus-Way.

Lg
Olli

Saurer-Bus vor dem Bf. Sigmundsherberg am 6. August 2006 (zum Bild)

Helmut Seger 30.3.2007 23:23
Nostalgie pur!





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